Test

Acustica Audio Water im Kurztest: Vintage-Kanalzug von WSW gesampelt

Acustica Audio bringt mit Water einen weiteren virtuellen Kanalzug mit Vintage-Flair auf den Markt. Diesmal wurden ein Kompressor und ein Equalizer der 60er aus dem österreichischen Hause WSW (Ableger von Siemens) gesampelt. Aber wieso gesamplet? Wie auch die anderen Plug-ins des Herstellers wurde der Klang des Hardware-Vorbilds mithilfe von Impulsantworten nachgebildet.

Water ist ein Software-Bundle, das aus einem großen Kanalzug-Plug-in inklusive 3-Band-Equalizer, Kompressor und Vorverstärker besteht. Mit Ausnahme des Preamps sind alle Komponenten auch als separate Plug-ins verfügbar. Entgegen der Erwartung gibt es bei Water keine austauschbaren Module, sodass man stets mit einer Klangfarbe auskommen muss. Der Equalizer erlaubt die Bearbeitung von drei Frequenzbändern, ein Hochpass ist ebenso dabei. Klanglich lässt er sich als edel-kolorierend und musikalisch beschreiben. Aufgrund der festen Bandbreite und gerasterten Frequenzen arbeitet der Entzerrer sehr griffig. Das separate Plug-in ist zudem für die M/S-Bearbeitung gewappnet. Der Kompressor hingegen ist ein sehr subtiles Werkzeug, das Instrumente unauffällig zusammenschweißt oder z. B. den Teppich einer Snare hervorhebt. Ebenso subtil fällt die Klangfärbung des virtuellen Vorverstärkers aus, der zwei Geschmacksrichtungen zu bieten hat.

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Bewertung
Name
Acustica Audio Water
Preis
129 USD
Fazit

Acustica Audio Water ist eine solide Toolbox für Mixing- und Mastering-Anwendungen, dessen Audioqualität auf hohem Niveau ist und die CPU wenig belastet. Aufgrund der unaufdringlichen Arbeitsweise des Kompressors und Vorverstärkers sollte man aber im Vorfeld die Demo antesten, ob der dezente Grundsound zur klanglichen Vorstellung passt.

Dieser Kurztest ist in unserer Heft-Ausgabe 155 erschienen.

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