Ratgeber

Akai MPC Workshop: Endlich Hardware-Effekte einbinden

Klar, die meisten MPC’s bieten diverse Outs, über die sich Samples und Programme an externe Effekte senden lassen. Was aber, wenn es mehrere davon gibt? Oder die Returns in der MPC aufgenommen werden sollen, etwa als Loop? Und ist „Parallel Processing“ à la New-York-Compression nicht auch machbar? Ja, alle drei Techniken sind möglich und das sogar ganz ohne extra Mixer...

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1 Verbindungen

Für unseren Workshop nutzen wir eine MPC Live, bei anderen Modellen ist das Prinzip jedoch gleich, lediglich die genutzten Ein- und Ausgänge können Sie unterscheiden. Wir nutzen ein externes Lexicon-Reverb, dem wir Out 5/6 der MPC zuführen. Zu deren Input 1/2 führen wir den Return-Ausgang des Reverbs und stellen den Mix-Anteil des Reverbs auf 100% wet.

2 Settings

In der MPC wechseln wir zum CHANNEL MIXER (Menu + Pad 12) und dort von den Programs zu den Returns. Den ersten davon routen wir zu Out 5/6, damit dessen Output ins Lexicon-Reverb geleitet wird. Hiermit ist die halbe Miete geschafft. Im PAD MIXER können Sie nun auf der SEND 1-Page per SEND-Regler jedes Pad mit individuellem Anteil zum Reverb führen.

3 Monitoring

Damit wir den Return aber auch hören und - vor allem - aufnehmen können, muss Input 1/2 permanent aktiv sein. Dazu bedienen wir uns eines Tricks und missbrauchen den Recording-Eingang der ersten Audiospur. Drücken Sie bei der Spur auf das Augen-Icon, um die Channel Settings zu sehen. Wählen Sie Input 1/2 als Eingang und schalten die Aufnahme aktiv.

4 Mit Sidechain?

Damit das reinkommende Signal auch hörbar bleibt, wenn die Audiospur gerade nicht angewählt ist, schalten wir den Monitor-Eingang ein (die Druckfläche ganz unten von OFF auf IN). Und fertig, das Setup ist komplett und die externen Effekte können jetzt direkt in Mix und Workflow eingebunden werden. Wie wäre es mit etwas Sidechain auf der Audiospur?

5 Pro Ducking

Einfach den Mother Ducker als Effekt laden und dessen Input-Pendant klassischerweise auf die Kick laden. Oder aber Sie laden den Mother-Ducker-Input auf einen Lead-Sound, der mit dem Reverb ausgestattet wird. Dann ist die Hallfahne nur hörbar, wenn der Lead-Sound gerade nicht spielt, was perfekt die Lücken füllt und einen sauberen Mix garantiert.

6 Parallel!

Auch das einleitend erwähnte „Parallel Processing“ mit externen Insert-Effekten ist problemlos machbar. Statt eines Reverbs können Sie auch Distortion oder Kompressoren verwenden und nach Belieben über die Audiospur beimischen. Idealerweise laden Sie noch einen EQ, mit dem Sie die Subbässe filtern, damit kein unkontrollierbarer Klangmatsch entsteht.

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