Test

Propellerhead​ Europa im Kurztest: Reason öffnet seine Toren

Es ist schon eine kleine Sensation: Nachdem mit Reason 9.5 endlich VST Instrumente Einzug in die DAW hielten, wurde nun ein weiteres Tor geöffnet und ein erster Propellerhead-Synthesizer in die Formate VST und AU konvertiert.

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Die Klangerzeugung des Europa besteht aus drei Engines mit je einer Wavetable und einem Spektralfilter. Der Grundstock an Wavetables ist zwar recht übersichtlich, lässt sich jedoch einerseits durch Sample-Import erweitern, andererseits können die Hüllkurven 3 und 4 frei eingezeichnet und als Wellenformen verwendet werden. Sehr schön! Darüber hinaus rücken den Wavetables 32 Modifier zu Leibe, darunter Frequenzmodulation, Phase Distortion und Hard Sync. Auch das Spektralfilter steuert mit Formanten, Resonatoren und anderen Filtern seinen Teil zur intensiven Klangformung bei. Alle Parameter der einzelnen Module sind dabei mit LFOs, Hüllkurven und anderen Quellen steuerbar. Die Hüllkurven lassen sich übrigens loopen und synchronisieren, rhythmische Einlagen sind also auch drin.

Für den Feinschliff sorgt die Effektsektion mit Verzerrer, Phaser, EQ, Delay, Reverb und Kompressor, wovon vor allem der Verzerrer richtig gut tönt. Die Presets des Europa geben sich klanglich überwiegend brav und poliert, böse Bässe und harte Percussion-Sounds sind in der Unterzahl.

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Fazit

Europa erreicht zwar nicht die Tiefe eines Wavetable-Monsters wie Serum oder Thorn, bietet aber eine breite Palette an Sounds und ist eher ein „schneller Synth für jedermann“. Vor allem die rhythmischen Presets bergen einige inspirierende Perlen. Sample-Import, viele Modifier, Modmatrix und die Effekte liefern eine gute Grundlage für eigene Klangexperimente.

Dieser Artikel ist in unserer Heft-Ausgabe 152 erschienen.

Bewertung
Name
Propellerhead Europa
Preis
149 EUR
Bewertung
(75%)
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