Test

JBL LSR 305

Wenn Sie in einem einschlägigen Forum die Frage stellen würden, welche leichten und kompakten Monitore im Preisbereich um 300 Euro/Paar empfehlenswert wären, würden bei den Antworten mit Sicherheit relativ schnell die JBL LSR 305 auftauchen. Und dies völlig zu Recht!

Die mit einem 5-Zoll-Tieftöner und einem 1-Zoll-Hochtöner ausgestatteten aktiven Lautsprecher sehen nicht nur chic aus, sondern klingen auch sehr gut. Die Höhen sind präsent, aber nicht überbetont und aggressiv. Auch der obere Mittenbereich, ein Problemkind vieler aktueller Monitorboxen in dieser Preisklasse, wird hervorragend abgebildet. Lediglich bei den tiefen Frequenzen gibt es leichte Abzüge, sie klingen ein bisschen komprimiert. Auch die Tiefenstaffelung wirkt etwas zu kompakt. Dies ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, die vorgenannten Kritikpunkte fallen nur bei einem Vergleich mit deutlich teureren Studiomonitoren auf. Im normalen Studiogebrauch überzeugen die LSR 305 mit einem grundsätzlich neutralen, analytischen Klangbild mit einer ganz leichten Tendenz zu einem HiFi-Sound. Hervorzuheben sind der sehr große Sweetspot, der dem Nutzer viel Bewegungsfreiheit lässt, sowie die definierte Stereoabbildung – beides ist in erster Linie dem von JBLs Highend-System M2 übernommenen Waveguide zu verdanken. Die Lautsprecher bieten neben symmetrischen XLR- und Klinkeneingängen auch die Möglichkeit der Hoch- und Tieftonanpassung um je ±2 dB. Nicht verschwiegen werden soll ein leichtes Eigenrauschen, dass allerdings nur empfindlichen Gemütern in schallgedämmter Umgebung auffallen dürfte.

Fazit
Schickes Design, ausgewogenes Klangbild, großer Sweetspot, gute Stereoabbildung, attraktiver Preis. Nicht umsonst erfreuen sich die JBL LSR 305 großer Beliebtheit in zahlreichen Projekt- und Heimstudios und stellen in der Preisklasse um 300 Euro/Paar eine uneingeschränkte Empfehlung dar.

von Jan Wilking

Beat-Bewertung: 5.5 von 6 | Stückreis: 148 Euro

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