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Akai Leak! Wird die MPC XL das neue Flaggschiff?

Trotz fehlender offizieller Bestätigung von Akai sorgen aktuelle Leaks für Wirbel: Ein neues Modell namens MPC XL könnte bald die Spitze der Serie übernehmen. Basierend auf durchgesickerten Fotos und Diskussionen in Foren und Magazinen zeichnet sich ein Gerät ab, das die Tradition der MPC-Reihe fortsetzt, aber mit moderneren Features aufwartet. 

Es scheint, als wolle Akai hier den Sprung zu einem noch leistungsstärkeren Standalone-Produktionscenter machen, das sowohl für Studio-Profis als auch Live-Performer geeignet ist. Wir fassen die Spekulationen zusammen und werfen einen Blick auf mögliche Vergleiche.

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Die vermuteten Features im Überblick

Die MPC XL wird als direkter Nachfolger der MPC X positioniert, die seit fast neun Jahren ohne echten Update dasteht. Erste Bilder zeigen eine robuste Bauweise mit einem großen 10-Zoll-Multitouch-Display, das gestensteuerbar ist und an die Bildschirme neuerer Modelle anknüpft, aber möglicherweise schärfer auflöst. Die Pads – im klassischen 4x4-Layout – übernehmen die 3D-Sensor-Technik aus der MPC Live III, was für nuanciertere Spielweisen mit Druck- und Bewegungsempfindlichkeit sorgen soll.

Neu hinzukommen sollen zwei Touch-Strips für expressive Modulationen, etwa bei Filtern oder Effekten, sowie 16 horizontal angeordnete Q-Link-Encoder mit eigenen Mini-Displays für präzise Parametersteuerung. Darunter sitzen RGB-beleuchtete Buttons, die sich für Step-Sequencing oder Triggering eignen könnten. Ein dedizierter Bereich für Kanal-Strip-Regler und Audio-Level-Anzeigen rundet das Layout ab, was den Workflow flüssiger machen dürfte. An Anschlüssen wird spekuliert über Stereo-Eingänge (zwei Mono), Phono-Inputs für Vinyl-Sampling, vier Stereo-Ausgänge (acht Mono), umfangreiche MIDI-Optionen (zwei Inputs, vier Outputs) und acht TRS-Ports für CV/Gate – insgesamt 16 Kanäle für modulare Synths. Dazu kommen zwei USB-A-Ports und eventuell USB-C für bessere Kompatibilität mit externen Geräten.

Intern könnte die MPC XL auf einem potenten Prozessor basieren, ähnlich dem Acht-Kern-Chip der MPC Live III, ergänzt um mehr RAM (vermutet 8 GB oder höher) für komplexe Projekte. Die Sampling-Funktionen bleiben zentral, mit verbesserten Tools für Clip-Launching und Automationen, plus Integration von Plug-ins wie in der MPC-Software 3.6. Preislich wird mit rund 2.899 US-Dollar gerechnet, was sie teurer als viele Konkurrenten macht. Der Launch könnte am 20. Januar 2026 auf der NAMM-Show passieren.

Community-Reaktionen: Begeisterung mit Einschränkungen

In Online-Diskussionen herrscht gemischte Stimmung: Viele loben die erweiterte Konnektivität für hybride Setups, sehen aber ergonomische Nachteile in der horizontalen Encoder-Anordnung – das könnte bei intensiven Sessions unhandlich werden. Preis-Kritik ist laut, besonders im Vergleich zu günstigeren Alternativen wie der MPC Live III. Andere wünschen sich mehr Fokus auf Portabilität oder eine reine Controller-Variante mit MPE-Support. Insgesamt wird die XL als logische Evolution gefeiert, die die MPC-Serie frisch hält, aber nicht revolutioniert.

Vergleich zu Akai-Modellen: Wo passt die XL rein?

Im Vergleich zur MPC X, dem aktuellen Studio-Flaggschiff, bietet die XL ein ähnliches Display-Design, aber mit moderneren Pads und zusätzlichen Controls wie Touch-Strips. Die X ist massiver und weniger portabel, mit mehr Bedienelementen (92 plus 16 Pads), aber nur 2 GB RAM und 16 GB Speicher – die XL könnte hier mit mehr Power punkten. Die MPC Live II (aus 2020) und die frische MPC Live III (Oktober 2025) sind kompakter und batteriebetrieben, ideal für unterwegs. Die Live III bringt bereits den 8-Kern-Prozessor, 8 GB RAM, 3D-Expression und Clip-Launching, was die XL ergänzen könnte, ohne sie zu überholen. Während die Live-Modelle auf WiFi und Ethernet setzen, betont die XL CV/Gate für Modular-Fans. Preislich liegt die XL höher (ca. 2.899 Euro umgerechnet) als die Live III (rund 1.200 Euro).

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Gegenüberstellung zu Native Instruments Maschine

Die Maschine-Serie von NI bleibt ein starker Rivale, besonders mit Modellen wie der Maschine+ (Standalone) und der Mk3 (Controller). Die Maschine+ bietet ähnliche Groovebox-Funktionen mit 4 GB RAM, integrierten Effekten und Zugang zu NIs umfangreicher Komplete-Bibliothek – stark bei Samples und Instruments, wo Akai oft nachhinkt. Im Sampling ist die MPC-Reihe überlegen, mit tieferen Editing-Optionen und Standalone-Stabilität. Die Mk3 ist günstiger (ca. 600 Euro) und DAW-integriert, aber ohne Batterie weniger mobil als die MPC Live-Modelle. Die XL könnte mit ihren CV-Ports und Touch-Strips für Modular-Nutzer punkten, während NI stärker auf Software-Integration setzt. In Tests wird die Maschine oft für ihren intuitiven Workflow gelobt, die MPC für rohe Power – eine Frage des Stils.

Fazit: Potenzial für die Workstation der Zukunft?

Die MPC XL klingt nach einem soliden Update, das die Stärken der Serie – Sampling, Sequencing und Konnektivität – erweitert, ohne die Wurzeln zu verraten. Für Fans von EDM, Hip-Hop oder Modular-Setups könnte sie ein Traum werden, besonders mit den neuen Performance-Tools. Allerdings: Der hohe Preis und die Größe machen sie eher zur Studiozentrale als zum mobilen Begleiter. Im Vergleich zu NI bleibt Akai der Sampling-König, während Maschine mit Software-Vielfalt glänzt. Wir warten gespannt auf die NAMM – bis dahin sind das reine Spekulationen, die die Szene aber schon jetzt elektrisieren.

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