Ratgeber

So gelingt Psytrance mit Maschine: Pads & Akkorde

Positive Vibes und knackige Sequenzen zeichnen Psytrance mehr aus als jeden anderen Musikstil und die Maschine spielt hier ihre Stärken voll aus. In der letzten Folge haben wir ein melodisches Fundament mit Arpeggios gebaut, das wir nun im zweiten Teil mit abgefahrenen Akkorden und schwebenden Pads ausweiten.

1 Mehr Akkorde
Wo in anderen Musikstilen knallige Akkorde den Track nach vorne treiben, bringen Pads im Psytrance die Tänzer zum Schweben, während der Rest des Arrangements im Kontrast dazu für die nötige Wucht sorgt. Aus dem Clip mit den gefundenen Kombinationen (siehe WorkshopDaten) schnappen wir uns vier davon als Basis, die gut zueinander passen.

2 Pad-Pattern
Hören Sie die Kombis mit einem Pad-Sound an und lassen Sie das ursprüngliche Arpeggio dazu laufen, ggf. mit geschlossenem Filter und ohne Tonlagenwechsel. So wird die Wirkung im Kontext deutlicher. Die Akkorde müssen nicht zwangsläufig aus drei Noten bestehen. So finden wir die Kombinationen C+G, C+F, C+G# und C+D#, die wir je zwei Takte laufen lassen.

3 Variationen
Am Ende des letzten Taktes bauen wir zur Überleitung eine Steigerung ein. Und zwar einen Wechsel von C + D# zu C mit einen höheren C, wobei das hohe C nach einem halben Takt auf ein D# steigt. Für mehr Kurzweil duplizieren wir die Länge und erweitern im zweiten Durchlauf C + G# um ein A# und aus der letzten Kombination C + D# machen wir ein C + G.

4 Hook-Akkorde
Die Akkorde des Pads lassen sich übrigens prima als Aufhänger zweitverwerten. Dazu laden wir Massive mit dem Default Preset auf eine neue Spur, aktivieren dessen TapedelayEffekt und stellen Cutoff auf 8 Uhr und verbinden ENV 1 damit, wie im Bild zu sehen. Kopieren Sie den Clip des Pads auf die Spur und kürzen alle Noten auf 1/8 Länge.

5 Überleitung
Im vorletzten Takt (15) setzen wir einen Akzent, indem wir den Akkord aus Takt 7 platzieren. Dieser eignet sich prima als Closer. Die Sequenz ist insgesamt unspektakulär, transportiert aber die Melodik des Pads und ist somit eine super Überleitung zum folgenden Songpart. Als Schmankerl duplizieren wir die Spur und löschen alle aktiven Noten.

6 Audio rückwärts
Die zuvor gemuteten Noten aktivieren wir wieder und wandeln dann die Spur in eine Audiospur um. Die Chords mitsamt Delay kehren wir nun um, jedoch jeden einzeln und nicht die komplette Spur, sonst stimmt das Timing nicht mehr. Durch das Umkehren faden die Chords langsam ein und geben eine prima Ankündigung für die originale Akkord-Spur ab.

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