News

Endlich Standalone! Ableton Push 3 Controller hat jetzt Live installiert

Akai und Native Instruments haben es vorgemacht: das lang erträumte Produzieren ganzer Tracks, wie und wo man will – am Strand, in der Bahn, auf der Couch oder wo auch immer – unabhängig vom Rechner wurde dank Maschine+ und aktueller MPCs zur Wirklichkeit. Und jetzt setzt Ableton noch einen drauf: Push 3 kommt mit einer kompletten Live-Version unter der Haube daher – also endlich die ultimative DAW für unterwegs? Freut euch auf einen ausgiebigen Test in der kommenden BEAT-Ausgabe 08/23, aber hier schon die wichtigsten Features, welche die neue Version mit sich bringt...

Anzeige

Endlich Standalone!

Push 3 wird in zwei Varianten erhältlich sein: als reiner Controller – wie von den Vorgängern gewohnt – oder mit Prozessor und einer installierten Live-Version, was das Gerät zu einer vollständigen Standalone-DAW macht. Gleich vorweg: alle Features vom Desktop-Rechner werden dabei nicht übernommen. So bleiben Klangerzeuger und Effekte auf die hauseigenen Plug-ins von Ableton sowie viele Max4Live Devices beschränkt. Eine Nutzung von VST-Plug-ins oder AudioUnits ist nicht vorgesehen. Auch der Arranger-Modus ist nicht dabei, aktuell steht nur der Clip-View zur Verfügung. Das Arrangieren ganzer Tracks bleibt also der Desktop-Version vorbehalten.

Song-Dateien lassen sich beliebig zwischen Standalone- und Desktop-Software austauschen. Werden Spuren, die externe Plugs nutzen, vorher per Freeze-Funktion zu Audio konvertiert, bleibt der Klang 1-zu-1 erhalten, nur die Aux-Tracks bilden hier eine Ausnahme.

Von der Redaktion empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Mehr dran an der Hardware

Hardware-seitig sind die 64 Pads nun MPE-kompatibel: so lässt sich nicht nur die Anschlagstärke zum Modulieren von Parametern verwenden, sondern auch das Sliden von oben nach unten, sowie links nach rechts. Entsprechende ausgestattete Klangerzeuger vorausgesetzt, wird somit sehr expressives Spielen möglich.

Auch bei den Anschlüssen gibt es massive Zugewinne im Vergleich zu Push 2: so hat „der Neue“ jetzt ein eigenes Audio-Interface an Bord – Sampling wird also auch direkt möglich, wenngleich nicht für Vinyl – und zwei ADAT-Schnittstellen erlauben das Erweitern der Kanäle mit beliebigen kompatiblen Interfaces. Das ist für eine Standalone-Unit ein bislang einzigartiges Feature, einzig Akai MPCs bieten Anschlüsse für USB-Interfaces.

Je nach Klangquelle lassen sich drei unterschiedliche Preamps nutzen, auf die wir im Test nächste Ausgabe im Detail eingehen. Externe Controller und Keyboards können sich per MIDI und USB einklinken und zwei Foot-Switches sind auch wieder dabei. Ebenfalls neu ist die Integration von Modularsynths über die CV-Schnittstellen. Das finden wir jetzt schon klasse!

Dank neuem, druckempfindlichen Jog-Wheel und Audio-Previews soll die Nutzung und Integration von Sounds und Instrumenten erleichtert und beschleunigt werden. Auch das werden wir ausgiebig testen.

Was ist drin an Rechnerpower?

Unter der Haube schlummert (bzw. rackert) ein Intel-i3-Prozessor mit 8 GB RAM, sowie eine Festplatte mit 256 GB Speicher. Da sich die CPU im Vergleich zu Desktop-Rechner ausschließlich um die Software und den Betrieb des Audio-Interfaces kümmern muss, reicht die Power auch für größere Projekte aus, ohne vorzeitig in die Knie gehen zu müssen. Der interne Akku hält nach Herstellerangaben bis zu 2,5 Stunden durch, abhängig natürlich von der Auslastung.

Fakten zu Ableton Push 3:

  • Pads: 64 XY-empfindliche RGB-Pads mit Hintergrundbeleuchtung - MPE-fähig
  • Pads:  Nach oben und unten gleiten, von Seite zu Seite, Druck ausüben
  • Pads: Deutlich empfindlicher als Push 2
  • Jogwheel: Schnelles Scrollen für den Zugriff auf Sammlungen
  • Jogwheel: Clips duplizieren und löschen
  • Jogwheel: Stupsen (links für zurück, rechts für "Rechtsklick")
  • Anzeige & Erfahrung: Session-Modus & MIDI-Bearbeitung - direkt auf dem Bildschirm
  • Anzeigen & Erleben: Vorschau-Option
  • Anzeigen & Erleben: Drehgeber
  • Audio-Interface: 2 symmetrische Ein- und Ausgänge (TRS) - Link für Stereo-Eingang (TRS)
  • Audio-Schnittstelle: 3 Vorverstärkertypen für verschiedene Audioquellen
  • Audio-Schnittstelle: EG High (leise Instrumente) ermöglicht eine zusätzliche digitale Verstärkung von 20db
  • Audio-Schnittstelle: Abtastfrequenz: 44,1kHz
  • Audio-Schnittstelle: Frequenzgang: 20Hz - 20kHz
  • Audio-Schnittstelle: Abtastrate/Bit-Tiefe: Bis zu 96k und 24 Bit.
  • Anschlussmöglichkeiten: 1 x Stereo-Kopfhörerbuchse
  • Anschlussmöglichkeiten: 2 x optische ADAT-Buchse
  • Anschlussmöglichkeiten: Erweiterbar über ADAT-Lightpipe
  • Anschlüsse: 2 x Footswitch-Buchsen
  • Anschlussmöglichkeiten: Umschaltbar auf 12 Bit CV Ein- oder Ausgänge.
  • Anschlussmöglichkeiten: Kann mit Splitterkabeln auf 4 x CV umgeschaltet werden (Aufnahme TBC).
  • Anschlussmöglichkeiten: Konfigurierbar zur Steuerung von CV Out, CV In (noch nicht SW-seitig implementiert), Sustain, Record, Connectivity: MIDI (Typ A)
  • Anschlussmöglichkeiten:  I/O über 3,5 mm TRS auf 5-poligen MIDI-DIN-Adapter (enthalten - TBC)
  • Anschlussmöglichkeiten: 1 x USB-C
  • Anschlussmöglichkeiten: 1 x USB-A - Anschluss von USB 2.0-kompatiblen Geräten/Controllern
  • Konnektivität:  WiFi und Link aktiviert
  • Speicher, Verarbeitung & Arbeitsspeicher: CPU: Intel 11thGen Core™i3-1115G4
  • Speicher, Verarbeitung & Arbeitsspeicher: RAM: 8GB LPDDR4X
  • Speicher, Verarbeitung & Arbeitsspeicher: SPEICHER: 256 GB SSD PCIe Gen 3x4 NVMe
  • Speicher, Verarbeitung & Arbeitsspeicher: BATTERIE: 12.8V / 3800mAh / 48.64Wh / LiFePO4, 2-2.5 Stunden bei typischer Nutzung

Preis und Verfügbarkeit

Ableton Push 3 ist sofort für 1.899 Euro mit und 949 Euro ohne Prozessor verfügbar.
 

Anzeige
Mehr zum Thema
Anzeige