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Akai stellt MPC One vor - Was ist der Unterschied zur MPC Live?

Mit der MPC One stellt Akai Professional das dritte und bis dato kleinste Modell der Standalone-Serie vor. Optisch eher an die MPC Live angelehnt und scheinbar lediglich mit anderer Aufteilung der Oberfläche, stellt sich die brennendste Frage gleich zu Beginn: Was ist der Unterschied zur MPC Live?

Mit der kompakten One zielt Akai Professional offiziell auf MPC-Neulinge und Einsteiger ab, könnte dem Rumoren in Social Media Kanälen aber auch bei Veteranen voll ins Schwarze treffen, denn sie ist das erste Standalone-Modell mit dem klassischem Aufbau der „grauen“ Serie. Die Features sind eine Kombination aus MPC Live und X: Ein 7-Zoll Multi-Touch-Display,  Netzwerkverbindung, Splice-Integration und CV/Gate-Anschlüsse, 4 GB Festplatte, ein Slot für SD-Karten, USB für externe Keyboards oder Festplatten, 2 GB RAM und die obligatorischen 16 Pads.

Jetzt Vergleich und Volltests zu MPC One und Live mkII lesen:

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Die Ausstattung

Im Gegensatz zur Live finden sich deutlich mehr dedizierte Buttons auf der Oberfläche, was der Bedienung zuträglich ist, dafür lassen sich Speicher und Festplatte intern nicht upgraden, die Pads sind etwas kleiner und die Geräte-Rückseite bietet nur einen MIDI In/Out, einen Stereo-Out und keine Einzel-Outs, einen Line-Eingang und keinen Anschluss für Plattenspieler. Auch ein USB-Port wurde eingespart, es gibt nur noch einen statt zwei. Ebenso besitzt die MPC One im Gegensatz zur Live keinen Akku, kein WiFi und kein Bluetooth, bietet aber einen Netzwerk-Anschluss, um sich via Ableton Link mit anderen Geräten und Software zu verbinden und ist leichter als die Live. Die weiteren Details sind identisch zur Live. Lesen Sie den vollständigen Test der MPC Live hier.

Prinzip der MPCs

Das Grundprinzip der MPC One gleicht allen bisherigen Modellen: Das Gerät ist eine Kombination aus Sequenzer und Sampler, mit dem sich interne Samples abfeuern und Synths antriggern lassen. Grundlegend sind die enthaltenen internen Klangerzeuger, zahllose Effekte, die Nutzung von VST-Plug-ins über die MPC Software, die Aufnahme von Parameter-Automationen, ein Looper und ein Clip-Modus, über den sich Loops synchron zum Songtempo starten lassen, ähnlich Ableton Live oder Bitwig. Auch neu sind CV-Kanäle zum Antriggern modularer Synthesizer. Darüber hinaus bietet die MPC bis zu acht Audiospuren im Standalone-Betrieb und 128 zusammen mit der Software.

Sampling

Der Sample Editor bietet sowohl klassische Funktionen wie etwa Schneiden, Normalisieren, Faden, Pitchen und Stretchen, als auch Slicen und Loopen. Der Touchscreen spielt hier seine Stärken voll aus, denn die Wellenform kann mit den Fingern gezoomt, geschoben, geschnitten und getrimmt werden. Die Haptik fällt sehr natürlich aus, der Screen reagiert sofort auf jede Berührung. Für das Finetuning auf den Zähler genau können alle Parameter per Drehregler justiert werden.
Organisiert werden alle Sounds in bis zu 128 Sequences. Jede davon enthält maximal 128 Tracks, die wiederum ein Program für die Sounds und ein Pattern enthalten. Dazu gibt es je nach Spur-Typ maximal vier Send- und Insert-Effekte. Zur Auswahl stehen diverse Filter, Delays, Reverbs, Kompressoren, Bitcrusher, Verzerrer, Phaser und Flanger, sowie ein Transient-Shaper und Sound-Emulationen älterer MPC Modelle.

Preis und Verfügbarkeit

MPC One wird ab Februar 2020 für 899 Euro erhältlich sein. Weitere Infos finden sich auf der Webseite des Herstellers. Ein ausführlicher Test folgt alsbald im Beat Magazin.

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