Test

Test: Sonic Academy ANA

ANA – von hinten wie von vorne. Rotor. Legovogel. O Genie, der Herr ehre dein Ego!

Doch genug der Palindrome. Der griffige Name des Plug-ins von Sonic Academy steht für „Analog.Noise.Attack” und bringt die Besonderheiten des Synthesizers auf den Punkt. Neben zwei virtuellen analogen Oszillatoren verfügt er über zwei weitere Oszillatortypen: Während der „Advanced-Noise“-Oszillator mit rauschhaften PCM-Wellenformen aufwartet, dient das „Attack“-Modell der Betonung des Anschlags eines Klangs. Insgesamt stehen stolze 57 verschiedene Wellenformen zur Wahl, wodurch ein breites Spektrum zwischen analogen und digitalen Standards, rauschhaften Klängen sowie elektrischen und akustischen Instrumentensounds abgedeckt wird. Bei einem modernen virtuell-analogen Synthesizer darf natürlich auch eine Unisono-Funktion nicht fehlen. Möglichkeiten zur Oszillatorsynchronisation sowie Pulsweiten-, Frequenz und Ringmodulation vermisst man hingegen.

Die Klangformung übernehmen zwei seriell oder parallel schaltbare Multimode-Filter mit 13 Typen inklusive klassischen und Formant-Modellen. Für Modulationen sind drei ADSR-Hüllkurven sowie zwei LFOs an Bord. Darüber hinaus lassen sich zwei freie Modulationszuweisungen erstellen, was angesichts der umfangreichen Ausstattung des Synthesizers ein wenig dürftig erscheint. Ein Highlight ist hingegen die grafische Hüllkurve, die das Einzeichnen eigener Kurven mit bis zu 16 Punkten zulässt und sich besonders bei der Erzeugung von Drum- und Percussion-Klängen als nützlich erweist.

Fazit

Obwohl bei ANA einige Ausstattungsmerkmale fehlen, die bei virtuell-analogen Klangerzeugern längst zum guten Ton gehören, hat es das Plug-in wirklich in sich. Insbesondere dank der PCM-Wellenformen sichert es sich seine eigene Nische im Synthesizer-Dschungel. Zu einem attraktiven Preis erhalten Sie ein gut klingendes, vielseitiges und einsteigerfreundliches Kreativwerkzeug, das vor allem bei klassischen und modernen Dance-Klängen glänzt.

Bewertung
Name
Sonic Academy ANA
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