Test

Test: Rane Seventy & Twelve MKII

Gemeinsam mit dem Turntable-Controller Twelve MKII verspricht der 2-Kanal-Mixer Seventy den Jüngern von Serato DJ Pro deftige Scratch-Battles. Die Innovationen und Praxistauglichkeit der DJ-Tools aus dem Hause Rane lernen Sie hier kennen. Ein spannendes DJ-Setup, das den digitalen Auflegespaß mit authentischem Vinyl-Feeling verkörpert, bildet der neue Scratch-Mixer Seventy in Kombination mit dem Twelve MKII Plattenspieler als Controller. Die Serato DJ Pro Lizenz wird als DJ-Software dazu mitgeliefert.

Richtig verbunden

Die rückseitigen Anschlüsse des Battle-Mixers ermöglichen pro Deck, je ein Aux-Signal oder Phono-/CD-Signal mit Cinchanschluss zu speisen. Als weiteren Ein- und Ausgang gibt es die Session-Verbindung. Ferner gibt es zwei XLR-Mikrofoneingänge und zwei Monitorwege. Zwischen den Quellen kann am Mixer anhand des Source-Reglers pro Kanal umgeswitcht werden. Die zwei USB-Ports haben den Vorteil, dass zwei DJs zusammenspielen können. Zwei weitere USB-Ports sind für Twelve-Plattenspieler vorgesehen. Diese Anbindung klappt problemlos und läuft zudem stabil ohne Zeitverzögerung. Lediglich die zwei Kopfhörerausgänge sind frontseitig untergebracht.

Effekte und Pads

Zentrales Element unterhalb des wirksam eingreifenden 3-Band-Equalizer und dem Display bilden die Lock-FX-Kippschalter und sechs Effektbuttons. Je nach Einsatz-Zweck können damit entweder die Onboard-Flex-Effekte (Echo, Reverb, Brake, Flanger, Phaser und Delay) oder die Software-Effekte in Serato für die Würze sorgen. Auch wenn die Intensität für jeden Kanal steuerbar ist, kann leider nur ein FlexFX gleichzeitig für beide Kanäle verwendet werden, es sei denn, man nutzt die Software mit bis zu drei Effekten für jeden Kanal. Neben den Effekten lassen sich Loops setzen. Darunter sind pro Kanal acht Pads, mit denen sich Songpositionen als Hot Cues definieren lassen. Spontanen Remixeinlagen mit Rolls und einspielenden Samples steht dank dedizierter Tasten zudem nichts im Weg. Sollten keine Player angeschlossen sein, kann die Musik per Transportfunktion gestartet oder gestoppt werden und in der Tonhöhe verändert werden.

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Praxis

Die Effekte sind nicht nur für kreative Übergänge erstklassig besetzt, vielmehr klingen sie wirklich gut. Die hochwertige Qualität des Mixers wird auch am Dynamikumfang von 114 dB ersichtlich. Auch die leuchtintensiven gummierten RGB-Pads heben den Unterhaltungsfaktor beim Battlen, unter anderem durch Sample-Fill-Ins, mächtig an. Hinzu kommt der Spaß mit dem kleinen FX-Joystick, mit dem zwischen den Decks und Beats richtungsabhängig gewechselt wird. Das Mixing mit den neuen, kontaktlos gleitenden Mag-Four Fader ist zudem ein Komfortgewinn verglichen zum Vorgänger. Die Begeisterung am Twelve-Controller ist ebenfalls sehr hoch. Lang erprobtere DJs dürften das Scratchen mit bis zu vier Decks ohne staubeinfangende Nadeln und Nadelsprünge sicherlich goutieren.

Twelve MKII

Äußerst stabil verbaut präsentiert sich der knapp zehn Kilo schwere Vinyl-Controller Twelve MKII nebst aufsetzbarem 12-Zoll-Platter. Verglichen mit dem Vorgänger, kann er über die Cinchbuchsen ein Timecode-Tragersignal für passende DVS-Software ausgeben oder via USB als MIDI-Controller für Serato DJ Pro im Club rocken. Dabei wurde an eine Steuerung mit Traktor und Virtual DJ gedacht. Mit im Paket ist die schön grifffeste 12“-Steuerungs-Vinylplatte aus Acryl. Die tief nach unten drückbare Start- und Stop-Taste weckt viele nostalgische Gefühle, wie bei früheren Plattenspielern. Komfortabel ist auch das Anspielen der acht Hot Cues gelöst, wie auch der Wechsel zwischen vier verschiedenen virtuellen Decks. Als nützliche Hilfe erweist sich auch der Scroll-/Loadegler, um zügig durch Playlisten navigieren zu können. Unterhalb des Turntables kann der Drehmoment per Torque-Schalter (Hi/Low) eingestellt werden.

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Fazit

Fazit

Das Zusammenspiel des Seventy-Mixers mit dem Twelve MKII Turntable-Controller verlief reibungslos und ohne spürbare Latenzen, bei beeindruckend guter Audioqualität seitens der Effekte. Auch das Versprechen der verschleißlosen überarbeiteten Mag-Four Fader ist ein weiteres Kaufargument. Der komfortable Workflow mit dem sofortigen Zugriff auf alle wichtigen Bedienelemente, macht das Gespann nicht nur für Oldschool DJs attraktiv.

Bewertung
Name
Rane Rane Seventy und Twelve MKII
Website
Pro
  • 9 Zoll Farb-Touch-Display (Seventy)
  • Effekte & Lock-FX-Schalter (Seventy)
  • Mag-Four Fader (Seventy)
  • wechselbar zwischen vier Decks (Twelve MKII)
  • J Vinyl-Feeling (Twelve MKII)
Preis
1919 Euro (Seventy); 1019 Euro (Twelve MKII)
Bewertung
(91%)
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