Test

Test: ADAM Audio T10S - Subwoofer für T5V und T7V Monitorboxen

Der T10S ist ein aktiver 10-Zoll-Subwoofer mit Bassreflexsystem, der sich mit seiner kompakten Form und dem Downfire-Design besonders für das Desktop-Studio empfiehlt. Passend dazu sind die Leistung, die Funktionen und die Konnektivität des Subwoofers T10S speziell auf die Nahfeldmonitore T5V und T7V von ADAM Audio abgestimmt, die aktuell auch unsere erste Wahl für bezahlbare Studiomonitore im kleinen Studio sind. Der T10S kann aber natürlich auch mit anderen Monitoren verwendet werden. Wir haben den T10S sowohl mit den T5V und den T7V als auch den Mackie MR524 getestet.

Kompaktes Format, flexible Anschlüsse

Mit seinen angeschrägten Kanten passt der Subwoofer perfekt zu den Monitoren aus ADAMs T-Serie, fügt sich mit seinem dezenten Design aber in jede Studioumgebung ein. Das schwarze MDF-Gehäuse ist mit Abmessungen von 31,8 x 39 x 41,3 cm relativ kompakt ausgefallen, was im beengten Desktop-Studio natürlich ein Vorteil ist. Mit 12,2 kg ist der T10S im Vergleich zu anderen 10-Zoll-Subwoofer auch ein Leichtgewicht. Dennoch liefert er mit 130 Watt aus der Class-D-Endstufe ausreichend Leistung, der Frequenzgang reicht von 120 Hz bis hinunter auf 28 Hz.

Die Ein- und Ausgänge auf der Rückseite sind wahlweise als symmetrische XLR- oder unsymmetrische Cinchbuchsen ausgelegt und können auch gemischt genutzt werden, wenn Sie z. B. per Cinchkabel aus Ihrem DJ-Mischer herausgehen und die Studiomonitore per XLR an den Subwoofer anschließen wollen.

Frequenzweiche und Bypass per Fußschalter

Mit dem Crossover-Schalter wählen Sie die Trennfrequenz. Wenn Sie dort auf Bypass stellen, versucht der Subwoofer das gesamte Frequenzspektrum abzuspielen und gibt das Audiosignal auch unverändert weiter. Dies dürfte aber nur bei sehr kleinen Satellitenboxen sinnvoll sein, die überhaupt keinen Bassbereich abbilden können. Ansonsten kommt es zu unangenehmen Überlappungen, wenn sowohl Monitore als auch Sub die gleichen Bassfrequenzen wiedergeben. Deshalb bietet die Frequenzweiche zwei feste Trennfrequenzen bei 120 Hz und 80 Hz. Dies bedeutet, dass der Subwoofer alle Frequenzen des Eingangssignals bis hinauf zu 120 bzw. 80 Hz wiedergibt und das zu den Monitoren durchgeschleifte Signal entsprechend in den unteren Frequenzen beschneidet. So werden nicht nur Phasenprobleme vermieden, sondern auch die Treiber der Monitore deutlich entlastet. Denn die Wiedergabe tiefer Frequenzen benötigt viel Energie. Wenn man diese Aufgabe auf den Subwoofer überträgt, entlastet dies die Treiber der Monitore und sie haben mehr Reserven für die Wiedergabe der Mitten und Höhen. Tatsächlich konnten wir in unseren Tests noch einmal eine hörbare Verbesserung des Klangbildes der T5V und T7V beim Abspielen basslastigem Audiomaterials hören, wenn der Subwoofer aktiviert wurde. Die Monitor klangen dann offener und weniger gepresst und ermöglichten auch höhere Lautstärken ohne Klangverluste. Gewünscht hätten wir uns allerdings noch eine tiefer angesetzte Trennfrequenz, um bei Monitorboxen mit guter Bassabbildung etwas mehr Spielraum zu haben und den Subwoofer allein auf die ganz tiefen Bässe zu beschränken.

Neben Phasenumschalter und Pegelregler gibt es auf der Rückseite einen Anschluss für einen Fußschalter, mit dem Sie den Subwoofer jederzeit abschalten können. Dies deaktiviert auch die Frequenzweiche, Sie hören dann also die Studiomonitore ohne Sub und unbeschnitten im Frequenzbereich.

Trockener, definierter Bass

Im Klangtest gab der T10S den Bass druckvoll und präzise definiert wieder, während ein Yamaha HS10W in der gleichen Umgebung deutlich schwammiger war und mehr wummerte. Der in den Vergleich mit einbezogene Behringer K10S hatte zwar mehr Power und einen wohl-warmen runden Bass, klang aber auch nicht so sauber und auf den Punkt wie der T10S. Vorteil des Downfire-Systems in Verbindung mit der rückseitigen Bassreflexöffnung ist im beengten Desktop-Studio, dass die auf der Unterseite angebrachte Membran gut geschützt ist und der Lautsprecher direkt auf den Fußboden abstrahlt. So ist eine gleichmäßigere Verteilung der Basswellen auch im akustisch nicht optimierten Raum möglich.

Bewertung
Name
ADAM Audio T10S
Pro
  • definierter Bass
  • kompakte Form
  • Downfire-System
  • Bypass-Anschluss
  • XLR und Cinch
Contra
  • nur 2 feste Trennfrequenzen
Preis
399 EUR
Fazit

Der T10S ist aufgrund seiner kompakten Form und dem Downfire-System der perfekte Subwoofer für das Desktop-Studio. Auch wenn 400 Euro Anschaffungspreis für einen Subwoofer im Vergleich zu den Studiomonitoren der ADAM Audio T-Serie zunächst relativ hoch erscheinen, wertet der T10S die T7V und vor allem die T5V mit definiertem Tiefbass noch einmal kräftig auf. Für unter 800 Euro erhalten Sie damit ein Komplettsystem, das deutlich teurer klingt und auch semi-professionellen Ansprüchen gerecht wird.

www.adam-audio.com

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