Ratgeber

Die Synth-Highlights im August 2022

In unserer Jubiläums-Ausgabe BEAT #200 haben wir wieder diverse Tests für euch durchgeführt. Die Synthesizer Highlights daraus stellen wir euch hier vor.

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Elektron Syntakt

Wie nahezu alle Elektron-Geräte wird auch Syntakt die Musiker und Produzenten in zwei Lager spalten. Die eine Hälfte wird durchaus zurecht kritisieren, dass eine nur monophone digitale Klangerzeugung, nur globales Reverb/Delay, kein Songmodus und ein pixeliges Display nicht mehr ganz zeitgemäß sind – vor allem bei einem Preis von knapp 1.000 €. Und auch mit dem speziellen Sound und Bedienkonzept von Elektron muss man klarkommen.

Auf der anderen Seite bekommst du aber auch eine Menge Sachen, die keine andere Groovebox bietet: Der flexible Sequenzer ist nach wie vor konkurrenzlos und kann per MIDI auch andere Klangerzeuger ansteuern, und die Machines bieten außergewöhnliche Sounds von knackigen, transparenten digitalen Sounds bis hin zu fetten analogen Kicks und Bässen sowie durchsetzungsfähigen Cymbals – klanglich fanden wir Syntakt wirklich rundum überzeugend! Dazu bringen die analogen Effekte in Verbindung mit dem FX-Track auch einen echten Mehrwert als Effektgerät. Und dank Overbridge-Anbindung lässt sich der Syntakt einerseits problemlos in eine rechnergesteuerte Studioumgebung integrieren, während bis zu 12 polyphone MIDI-Spuren auch das Erstellen kompletter Tracks ohne Computer ermöglichen. Das rechtfertigt in der Summe zusammen mit der robusten und langlebigen Verarbeitung dann auch den recht hohen Preis.

www.elektron.se | Wertung: 5,5/6 | Preis: 949 Euro | Hier bei Thomann kaufen

Korg Volca FM2

Nicht ohne Grund hat der DX7 bei seinem Erscheinen viele der heute so heiß begehrten Analogsynthesizer aus Studios und von Bühnen verdrängt, denn kaum eine andere Klangerzeugung ist so flexibel und lässt sich so dynamisch spielen wie FM. Umso schöner, dass sich die Neuauflage des Volca FM auch extern anschlagdynamisch steuern lässt.

Neben den Klassikern wie E-Piano, glasiger Fläche und drahtigem Bass können Experimentierfreudige auch abgefahrene metallisch-schräge Sounds und Sequenzen schrauben. Klassische Volca-Features wie Motion-Sequence und Active-Step unterstützen dabei. Dank DX7-Import stehen auf Anhieb tausende Presets zur Verfügung, die mit Arpeggiator, Chorus und dem neuen Hall aufgehübscht werden können - bei Bedarf kann der FM2 dabei auch sehr analog klingen! Die Verdoppelung der Stimmzahl ermöglicht vollere Akkorde und weniger abgeschnittene Noten, und dank serienmäßigem MIDI-Ausgang kannst du den eingebauten Sequenzer auch zum Steuern externer Klangerzeuger nutzen.

Mit Hilfe von DX7-Editoren wie dem kostenlosen Dexed1 können DX7-Presets und eigene Sounds in den Volca FM geladen werden.

www.korg.de| Wertung: 5,5/6 | Preis: 179 Euro | Hier bei Thomann kaufen

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Kilohearts Phase Plant & Multipass 2

Du hast schon immer davon geträumt, deinen Traumsynthesizer oder -Effekt zu bauen? Dann sind Phase Plant und Multipass genau das Richtige für dich! Dank des modularen Aufbaus, des großen Angebots an gut klingenden Oszillatoren und Effektmodulen sowie der äußerst flexiblen Modulationsmöglichkeiten macht das Experimentieren enorm viel Spaß. Um das Beste aus den beiden Plug-ins herauszuholen, sind ein grundlegendes Synthesizer-Know-how und eine gewisse Einarbeitung nötig. Die durchdachte Bedienung macht den Einstieg aber leicht. Klanglich überzeugen beide Kreativwerkzeuge auf ganzer Linie. Damit kriegt man für den aufgerufenen Preis enorm viel geboten. Definitiv ein Synthesizer und ein Effekt-Plug-in für die einsame Insel.

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https://kilohearts.com | Wertung: 5,5/6 | Preis: 199 Euro (phase Plant), 94 Euro (Multipass2) | Hier bei Plugin-Boutique kaufen

Alle Tests kannst du in voller Länge ausführlich in der BEAT #200 nachlesen und hier im falkemedia Shop erwerben.

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