Ratgeber

Mehr Atmo dank Gate?! Ja! Signature Sounds mit FabFilter Pro-G

Ok, Gates sind nicht unbedingt als das Nonplusultra in Sachen Inspiration bekannt, aber als Helfer auf dem Weg zum eigenständigen Signature Sound leisten sie allemal gute Dienste. Wie das geht zeigen wir Ihnen gleich anhand einer Eighties-Bassline... 

1 Song-Grundlage

Öffnen Sie einen Song mit einer Bassline oder Melodie, die zwar gut ist, aber der noch das gewisse Etwas fehlt. Erzeugen Sie eine Audio-spur und laden eine Field Recording Aufnahme darauf. Wir verwenden Walking Back And Forth.wav von den Heft-Daten. Dessen Spur statten wir mit einem Kompressor, EQ und Noise-Gate aus, etwa Pro-G von FabFilter.

2 Routing

Sie können jedes beliebige Gate verwenden, wichtig ist lediglich, dass es einen Sidechain-Eingang besitzt. Um den Sound der Bassline in das Gate zu routen, erzeugen wir in Ableton Live eine weitere Audiospur, stellen deren Input auf die Spur mit der Bassline, routen den Ausgang in den Sidechain-Input des Gate-Effekts und aktivieren Spur-Monitoring.

3 Kurzes Mixing

In anderen DAWs ist der Prozess unter Umständen einfacher. In Cubase lässt sich die Bassline per Aux-Send in das Gate routen, ohne eine extra Spur zu erzeugen. Im Kompressor fahren wir Threshold weit herunter und Ratio auf Maximum, damit das Field Recording eine einheitlicher Lautstärke erhält und per EQ schneiden wir die Tiefen unter 300 Hz weg.

4 Gate Settings

Zurück zum Gate: Starten Sie die Wiedergabe und fahren den THRESHOLD-Regler komplett hoch, damit das Field Recording erstmal permanent zu hören ist und schalten SIDE CHAIN auf Ext, womit das Sidechaining überhaupt erst auf dem externen Eingang reagiert. Per Audition können Sie kontrollieren, ob die Bassline auch korrekt ins Plug-in geroutet wird.

5 Attack & Release

Drehen Sie den Regler dann langsam herunter, bis die Texturen im gewünschten Maß zu hören sind. Stellen Sie als Ausgangsbasis Attack auf 44 ms und Release auf 300  ms, damit der Effekt nicht abgehackt klingt und variieren die beiden Parameter anschließend so, dass der Effekt Ihrem Geschmack entspricht und zur Sequenz bzw. der Melodie passt.

6 Mehr Recordings

Noch ein Tipp am Rande: Neben den Field Recordings in den Daten zum Workshop finden Sie im „Loops und Samples“-Ordner der Heft-Software noch rund 1,8 GB weitere im Sample-Pack Spectre - Field Recordings.zip. Mit dem gleichen Prinzip lassen sich übrigens auch Drum-loops oder Single Drums anreichern. Viel Spaß beim weiteren Experimentieren!

Mehr Workshops?

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