Ratgeber

Drum Sound Design mit Ableton: Die ultimative Hardtek-Kick

Hardstyle, Hardtek, Frenchcore, Gabber... alle vier Stile haben eine große Gemeinsamkeit: Brutalste Bassdrums, die an Härte kaum zu überbieten sind. Das Coole daran: Mit Ableton’s Wavetable Synth sind derartige Kicks im Nu erstellt und im Vergleich zu Samples endlos flexibel in Sachen Sounddesign. Also hauen wir gleich rein...

1 Knacken muss es
Laden Sie eine Instanz des Wavetable und und schalten gleich Osc 2 ein, belassen die Wellenform von Osc 1 vorerst auf dem Sinus. Dieser wird uns das Knacken der Kick liefern, Osc 2 wiederum das charakteristische „Nachdröhnen“. Ersteres ist schnell erzeugt: Verbinden Sie Env 2 mit Pitch bei einer Intensität von +30 und stellen Env 2 Decay auf 150 ms.

2 Sub-Oszillator
Attack und Sustain fahren wir auf null herunter. Dadurch entsteht schon ein schöner Bauch für die Kick. Als Verstärkung schalten wir den Sub Oszillaor auf Octave -1 mit ein. Außerdem stellen wir den Amp Release auf den Minimalwert und schalten auf den Mono-Modus um. Mit Osc 2 bringen wir jetzt den zweiten Part der Bassdrum ins Spiel.

3 Oszillator 2
Stellen Sie dessen Wellenform auf die Dreieck-Wellenform und fahren Gain auf -11 dB herunter, denn wir lassen den Oszillator nach der Kick per Env 3 einfaden. Stellen Sie dessen Attack auf 45 ms, Decay auf 660 ms und Sustain auf 78%. In der Modmatrix soll Env 3 den Osc 1 Gain mit -100 modulieren und Osc 2 Gain mit +100, damit sich beide abwechseln.

4 Hauptarbeit: Filter
Den zweiten Part der Arbeit übernehmen die Filter: Stellen Sie für beide den Circuit auf OSR. Filter 1 auf Bandpass oder Notch, Frequency auf 90 Hz und Resonance auf 50%. Filter 2 wird ein Highpass bei 90 Hz und etwas Drive. Die Filter-Einstellungen nehmen den größten Einfluss auf den Sound, hier können Sie später nach Herzenslust finetunen.

5 Jetzt wird’s rau
Verbinden Sie Env 3 mit Filter 1 Res(onance) bei einer Intensität von 45. Dadurch erhält die Kick noch mehr Schmackes. Damit sie auch angemessen röhrt, können Sie Filter 2 Drive weiter aufdrehen. Für Hardtek dürfte das vermutlich ausreichen. Für härtere Gangarten laden wir den Ableton Amp mit der Heavy-Einstellung und stellen Dry/Wet auf 43%.

6 Kick finetunen
Als zweiten Effekt laden wir einen Limiter mit Gain -6 dB. Wie schon angekündigt sollten Sie nun mit den Filter-Einstellungen spielen, um den exakt gewünschten Sound zu finden. Aber auch das Automatisieren der Filter-Parameter bringt Leben in die Tracks. Tipp: Für ein noch brutaleres Knacken der Kick stellen Sie die Osc-1-Wellenform auf Rechteck.

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