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A/B vs. X/Y Mikrofonie: So nimmst du Emotionen statt nur Schall auf

Jeder Raum hat eine Signatur. Wer einfach nur „Record“ drückt, fängt zwar Schall ein, aber nicht unbedingt die Emotion. Der Unterschied zwischen einer flachen Mono-Aufnahme und einem immersiven Stereo-Erlebnis liegt oft nur in einem Handgriff: dem Auf- oder Einklappen von Mikrofonkapseln. 

In diesem Artikel erklären wir dir den markanten Unterschied anhand der mobilen TASCAM-Recorder DR-05XP und DR-07XP ...

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In der Welt der Musikproduktion ist der Moment der Aufnahme oft flüchtig, und die Qualität des ersten Captures entscheidet nicht selten über den Erfolg eines ganzen Tracks. Tascam hat mit der Weiterentwicklung seiner Handheld-Recorder hin zur aktuellen X-Serie zwei Werkzeuge geschaffen, die weit mehr sind als bloße Diktiergeräte. Sowohl der DR-05XP als auch der DR-07XP präsentieren sich als hybride Lösungen, die die Grenze zwischen mobilem Field-Recording und stationärer Studioarbeit geschickt auflösen.

Das Herzstück des Tascam DR-05XP bildet ein Paar fest verbauter Kondensatormikrofone mit Kugelcharakteristik. 

Diese Konstruktion ist darauf ausgelegt, den Schall aus allen Richtungen gleichermaßen einzufangen, was zu einem sehr natürlichen und offenen Klangbild führt. Wer atmosphärische Klänge für Ambient-Produktionen sammeln möchte oder eine Bandprobe so dokumentieren will, dass der gesamte Raumklang authentisch abgebildet wird, findet im DR-05XP einen unkomplizierten Partner. 

Da die Mikrofone feststehen, entfällt die Sorge um die korrekte Ausrichtung fast gänzlich, was den Workflow besonders für Einsteiger oder in hektischen Situationen beschleunigt. Man positioniert das Gerät einfach zentral im Geschehen und erhält eine breite, immersive Abbildung der Umgebung.

Im direkten Kontrast dazu steht der DR-07X, der sich durch seine flexiblen, unidirektionalen Mikrofonkapseln als das chirurgische Präzisionsinstrument im Portfolio positioniert. 

Der entscheidende Vorteil dieses Modells liegt in der mechanischen Verstellbarkeit der Kapseln, die dem Nutzer die Wahl zwischen der A/B- und der X/Y-Ausrichtung lässt. Klappt man die Mikrofone nach außen, entsteht ein weites Stereofeld, das durch Laufzeitunterschiede eine enorme Räumlichkeit suggeriert. 

Dreht man sie hingegen nach innen in die X/Y-Position, überschneiden sich die Kapseln fast im Zentrum. Dies führt zu einer extrem stabilen Mittenortung und einer hervorragenden Monokompatibilität, da Phasenlöschungen auf ein Minimum reduziert werden. Für Beat-Produzenten, die eine Akustikgitarre oder ein Percussion-Element direkt in ihren Sampler oder ihre DAW übertragen wollen, bietet der DR-07XP damit eine Flexibilität, die normalerweise teuren Studio-Stereopärchen vorbehalten ist.

Abgesehen von der Mikrofonierung teilen sich beide Geräte eine technologische Plattform. 

Die wichtigste Neuerung der X-Serie ist zweifellos die Integration eines USB-Audio-Interfaces. Mit nur einem Kabel verwandeln sich der DR-05XP und der DR-07XP in hochwertige Mikrofone für den PC oder Mac. Dies ist ein entscheidender Vorteil für Musiker, die unterwegs Ideen am Laptop skizzieren oder Voiceovers für Tutorials aufnehmen möchten, ohne ein sperriges Interface mitschleppen zu müssen. 

Auch die Unterstützung von iOS-Geräten unterstreicht den Anspruch dieser mobilen Begleiter.

Während der DR-05XP also die erste Wahl für alle ist, die maximale Einfachheit und einen natürlichen Raumklang suchen, richtet sich der DR-07XP an jene Anwender, die die volle Kontrolle über die Stereobreite und die akustische Fokussierung benötigen. Beide Recorder beweisen, dass Tascam verstanden hat, wie man professionelle Audiotechnik so schrumpft, dass sie in jede Gigbag passt, ohne an klanglicher Tiefe einzubüßen.

Weitere Infos zu den TASCAM-Recordern DR-05XP und DR-07XP findest du auf den Hersteller-Webseiten www.tascam.eu/de/dr-05xp und www.tascam.eu/de/dr-07xp

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