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Näher angeschaut: MAGIX Music Maker Free - die beste DAW für Einsteiger?

Wer kennt ihn nicht, den MAGIX Music Maker, das Einstiegspaket für Musiker! Seit März nun gibt es diesen DAW-Klassiker komplett kostenlos. Aber was kann diese Software eigentlich, die seit über 20 Jahren am Markt mit mischt?

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Der MAGIX Music Maker ist kurz gesagt eine leicht zu erlernende Musik-Software, die man als Einstiegsdroge in die Welt der Digital Audio Workstation (kurz DAW) bezeichnen kann. Das Grundprinzip besteht darin, vorgefertigte Audio-Loops – Beats, Melodien, Vocals etc. - in einen Arranger zu ziehen und dort zu einem Song aufzubauen. Mit den grundlegenden DAW-Funktionen können Musiker die Audiodateien anschließend editieren, verschieben, kopieren und zu einem ganzen Song arrangieren. In der kostenlosen Version sind 425 Sounds und Loops aus aktuellen Genres mit dabei – von Ambient über Dubstep bis hin zu Techno und Trap.

Doch mittlerweile geht der Music Maker über das simple Verschieben von Audio-Loops hinaus, denn drei Klangerzeuger (Synth, Sampler & Piano) erlauben das Kreieren eigener Sounds. Revolta 2 beispielsweise ist ein subtraktiver Synthesizer der klassischen Art und arbeitet mit zwei Oszillatoren, einem Multimode-Filter, zwei LFOs und Hüllkurven sowie einem Step-Sequenzer und zwei Effekt-Slots. Kurz gesagt können Einsteiger mit diesem Synthesizer alle Brot-und-Butter-Sounds erstellen und erlernen, die man aus der elektronischen Tanzmusik kennt: blubbernde Acid-Bässe, mitreißende House-Chords, glockige FM-Pianos oder Effekt-Whooshes für Spannungs-Bögen.

Für die Klangveredelung gibt es im MAGIX Music Maker ebenfalls bewährte Klassiker, die man auch in jeder großen DAW findet. Während man mit dem 10-Band-Equalizer Klangkorrekturen für einen sauberen Mix umsetzt, hilft der Kompressor beim Verdichten, sodass separierte Instrumente zu einem runden musikalischen Ganzen verschmelzen. Echo- und Hall-Effekte sorgen für eine räumliche Perspektive während Filter und Distortion den Klang formen beziehungsweise eine Textur verpassen. Besonders interessant ist die hochwertige Gitarrenverstärker-Simulation Vandal (bekannt aus MAGIX Profi-DAW Samplitude), die in einer abgespeckten Version nun auch im MAGIX Music Maker auftritt. Dieser verzerrt Gitarren aufs Brutalste und ermöglicht klassische Gitarren-Wände (Rock, Metal etc.).

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So toll die aufgelisteten Features für den Start in die Musikproduktion auch sein mögen, so muss man natürlich mit Begrenzungen in der Software rechnen. Wer bereits komplexe und vielschichtige Dance-Tracks im Kopf hat, muss den ersten Kompromiss in Kauf nehmen: MAGIX Music Maker Free erlaubt nur acht Spuren zur Kreation eines Songs. Aber für den Anfang ist das ok, denn Begrenzungen regen die Kreativität an und genau darum geht und ging es beim Music Maker immer: Ideen in wenigen Minuten umsetzen.

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Interessant ist die nächste Stufe mit dem Music Maker Plus Edition für 59 Euro, der mit 99 Spuren, 24 Effekten und sieben Instrumenten wirklich üppig ausgestattete Tracks erlaubt. Das Highlight jedoch ist die VST3-Schnittstelle in der Plus Edition, mit der Instrumente und Effekte von renommierten Drittanbietern wie beispielsweise Native Instrumente, u-he und Softube eingebunden werden können.

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Wenn man mit der DAW-orientierten Musikproduktion beginnen möchte, dann ist der kostenlose MAGIX Music Maker ein sehr guter Start. Interessierte Windows-Nutzer können hier nichts falsch machen. Natürlich gibt es auch andere kostenlose Einstiegs-DAWs wie beispielsweise Tracktion 4, PreSonus Studio One 3 Prime oder MuLab, doch gehen diese schon einige Schritte weiter und setzen entsprechend mehr Know-how voraus. Mac-Nutzer können den Music Maker leider nicht benutzen, haben jedoch Apple Garageband als vergleichbare DAW zur Auswahl.

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