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Steinberg Bass Machina im Test: Metal-Bass mit viel Kontrolle

Steinberg Bass Machina bringt einen gesampelten Kiesel-Fünfsaiter für HALion 7 und HALion Sonic 7. Mit Artikulationen, Repeat-Modus, Auto-Strummer und Arpeggiator entstehen schnelle Metal-Riffs ebenso überzeugend wie warme oder funky Basslines. Im Test zeigt sich: Die Library bietet viel Kontrolle und klingt deutlich vielseitiger, als ihr martialischer Auftritt vermuten lässt.

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Virtuelle Bassinstrumente gibt es viele. Doch gerade bei Metal, Rock und schnellen Spieltechniken entscheidet die Umsetzung über Glaubwürdigkeit oder Machine-Gun-Effekt. Steinberg Bass Machina setzt deshalb auf einen detailreich gesampelten Fünfsaiter, zahlreiche Artikulationen und Werkzeuge für komplexe Riffs.

Die für HALion 7 und HALion Sonic 7 entwickelte Library basiert auf Aufnahmen eines fünfsaitigen Kiesel-Basses mit Stahlsaiten. Rund 6 GB DI-Samples liefern ein breites Fundament – von präzisen Anschlägen über aggressiven Growl bis zu klar definiertem Tiefbass auf der tiefen H-Saite.

Direkter Sound oder flexible Klangbearbeitung

Die unbearbeiteten DI-Samples machen Bass Machina offen für eigene Signalwege. Wer möchte, schickt das Instrument durch externe Amp-Simulationen und Effektketten. Alternativ steht ein internes Rack mit EQ, Kompressor, Distortion, Amp-Simulation und Modulation bereit.

Praktisch sind die direkten Klangregler: Body sorgt für mehr Fülle, Attack entschärft den Anschlag und Offset verschiebt den Sample-Start. Damit lassen sich Anschlagsgeräusche gezielt reduzieren. Auch die Vibrato-Intensität ist regelbar.

Bei niedriger Velocity klingt der Bass angenehm rund und zurückhaltend. Wird härter gespielt, entwickelt er den passenden Biss für Rock und Metal. Mit einer anderen Amp-Simulation sind aber auch knackige, warme oder überraschend funky Basslines möglich.

Viele Artikulationen für lebendige Basslines

Damit programmierte Spuren nicht statisch wirken, bietet Bass Machina eine umfangreiche Artikulationsauswahl. Neben Pick-Sustains und Mutes stehen Slaps, Pops, Taps, Slides sowie Hammer-ons und Pull-offs bereit.

  • Kontrolle über Anschlagsrichtung und Handposition
  • Gezielte Auswahl von Saite und Spiellage
  • Unterschiedliche Slides und perkussive Spielweisen
  • Automatische Release-Geräusche für mehr Natürlichkeit

Besonders überzeugend gelingen schnelle Notenwiederholungen und Strums. Der Repeat-Modus erlaubt rasante Anschläge über das Sustain-Pedal, während der Wechsel zwischen lang klingenden Tönen und kurzen Mutes sehr natürlich ausfällt. Wer jede Nuance gezielt programmieren möchte, muss sich allerdings zunächst in die vielen Performance-Optionen einarbeiten.

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Arpeggiator und Auto-Strummer als Ideenlieferanten

Ein weiteres Highlight ist der integrierte Arpeggiator mit acht Pattern-Slots. Rhythmus, Gate, Velocity und Swing lassen sich anpassen, die Patterns per Keyswitch umschalten. Erzeugte Sequenzen können anschließend als MIDI aufgenommen und per Drag & Drop in die DAW gezogen werden.

Für rhythmische Anschlagmuster steht zusätzlich ein Auto-Strummer bereit. Pulsierende Achtelfiguren, treibende Gallops oder komplexere Metal-Patterns sind damit schnell erstellt. Schade ist lediglich, dass die Auswahl an fertigen Sequenzen und Effekt-Presets recht überschaubar bleibt. Hier liefern einige Konkurrenten mehr Material als Ausgangspunkt.

Fazit

Steinberg Bass Machina überzeugt mit einem druckvollen, dynamisch spielbaren Bass-Sound und erstaunlich authentischen schnellen Wiederholungen. Die Artikulationen, die flexible Saitenwahl und der Arpeggiator mit MIDI-Export bieten viel Kontrolle für detaillierte Bassfiguren. Die Library richtet sich klar an Metal- und Rock-Produzenten, funktioniert mit passender Bearbeitung aber auch in anderen Stilrichtungen. Für 99 Euro ist Bass Machina eine starke und vielseitige Bass-Library für das HALion-Ökosystem.

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