Test

Musikon Xorber X 7

Dass Musikons Xorber X 7 kein gewöhnlicher Mic-Screen ist, sieht man ihm auf den ersten Blick an. Im Gegensatz zu Konkurrenzmodellen wird er aus durchsichtigem Material gefertigt, so dass sich weiter hinten im Raum platzierte Gegenstände wie etwa ein Notenständer oder Bildschirm problemlos betrachten lassen. Damit aber nicht genug! Auch die Schallabsorption funktioniert bei dem Neuen anders als gewohnt. Ob das innovative Konzept aufgeht?

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Der Xorber X 7 ist für einen Mic-Screen vergleichsweise groß. Dank der verwendeten Bauteile ist er trotzdem federleicht, weshalb man ihn in den unterschiedlichsten Positionen aufbauen kann. Abgesehen von seinem Metallfuß, der die Anbringung an einem Mikrofonstativ in verschiedenen Neigungswinkeln ermöglicht, ist der Absorber komplett aus Kunststoff beziehungsweise Folie gefertigt. Die hintere Wand wurde etwas steifer konzipiert als die vordere, um Stabilität zu gewährleisten. Beide sind perforiert, wodurch Schall in mikroskopisch kleine Wirbel aufgelöst wird. Die zwischen den Wänden befindliche Luft dient als Resonanzabsorber. Das Design ist klanglich auf die menschliche Stimme hin optimiert. Wem der „Grundklang“ nicht zusagt, kann Absorptionsspektrum und -stärke durch zusätzliche, im Lieferumfang enthaltene Folien abwandeln.

Fazit
Im ersten Moment mag der X 7 durch sein leichtes, flexibles Plastikmaterial vielleicht nicht besonders vertrauenserweckend wirken. Solange man ihn von scharfen Gegenständen fernhält, dürfte er aber dennoch lange halten. Das Absorptionskonzept geht auf, störende Reflexionen und Nebengeräusche werden sehr gut ausgeblendet. Im Gegensatz zu Modellen mit Schaumstoff wirken die Ergebnisse weit weniger dumpf, oder – anders ausgedrückt – offener und lebendiger. Nur der Preis ist aus Sicht der Redaktion recht happig.

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von Henning Schonvogel

Beat-Bewertung: 5 von 6 | Preis: 349 Euro

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