Ratgeber

Deconstructed: Masked Wolf - Astronaut in the ocean

Typische Trap-Beats, aber dann doch mit mehr dahinter, als der erste Eindruck offenbaren mag. Der „Astronaut in the ocean“ kombiniert fantastisch-düstere Melodien im Trap-Gewand mit einem oberknackigen Beat, dessen Groove vor allem von der glasklaren und druckvollen Produktion profitiert. Wie sich - sogar mit minimalen Mitteln – auf gleichem Level arbeiten lässt, gehen wir jetzt an ...

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1 Simples Pattern

Als Beat-Grundlage verwenden wir den d16 Nepheton, jedoch können Sie ebenso gut ein anderes 808-Plug-in oder -Kit nutzen. Das zugehörige Pattern könnte typischer nicht sein: Bei 150 Bpm wechselt das Close-Hat zwischen 1/8- und 1/16-Mustern, Snare und Clap liegen auf jedem dritten Viertel pro Takt und auch die Kick spielt ein nur allzu bekanntes Pattern. 

2 Samples!

Daher finden Sie das Pattern als MIDI-Datei in den Projektdaten. Was aber macht den Beat nun aus? Ganz einfach: Die fetten Drums und ein druckvoller Sub-Bass. Während die meisten Trap-Songs bei einer reinen 808-Instrumentierung bleiben, setzt Masked Wolf auf Alternativen bei Kick und Bass. Daher ersetzen wir die 808-Kick durch ein Sample. 

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3 Kick zu spitz?

Die Auswahl ist Ihrem Geschmack überlassen, aber natürlich sollte sie Druck haben und kurz sein. Uns gefiel die Kick 04 NDC_Kick_04.wav gut (siehe Daten zum Spezial), allerdings fällt sie - wie die meisten knackigen Kicks - für unseren Zweck etwas spitz aus. Um sie etwas zu „glätten“ gibt es einen einfachen Trick: Wir nutzen einen Verzerrer. 

4 Saturation

In diesem Falle verwenden wir Dynamic Tube von Ableton, alternative bietet sich die Freeware CHOWTape an. Dessen Drive drehen wir nur ein wenig auf, belassen Bias für weniger aggressiven Charakter bei nahezu null und nehmen per Tone etwas von den Höhen weg. Damit passt sich die Kick wesentlich besser in den Mix ein. Fehlt nur noch ein amtlicher Bass. 

5 Oomph

Denn einerseits ist die Verwendung einer kurzen Kick zusammen mit einem langen Bass üblich, um Melodien damit spielen zu können, andererseits lässt es mehr Freiheiten beim Sounddesign. Wir laden unseren Thorn BE mit einem Sägezahn für OSC 1. Per HARMONIC FILTER nehmen wir etwas von der Schärfe, indem wir ein fallendes Spektrum einzeichnen. 

6 Sounddesign

Per Lowpass-Filter mit CUTOFF auf 11 Uhr schneiden wir weitere Höhen weg. Damit sich Kick und Bass nicht überschneiden, stellen wir Attack auf 15%. Per Decay 35% und Sustain 0% sorgen wir für einen langsamen Ausklang. Bei Bedarf können Sie per DISTORTION Fülle hinzugeben: DRIVE und FUZZ auf 10 Uhr, POST LP auf 12 Uhr sowie TONE und MIX auf 100%.

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